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<title>Funktionshäftling</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Funktionshäftling</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Ein <b>Funktionshäftling</b> war ein <a href="KZ-H%C3%A4ftling" title="KZ-Häftling">Gefangener</a> im <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslager</a>-System, der von <a href="SS-Totenkopfverb%C3%A4nde" title="SS-Totenkopfverbände">SS-Bewachern</a> als Aufseher im <a href="Zwangsarbeit_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus">Arbeitseinsatz</a> oder zu anderen Kontroll-, Ordnungs- und Verwaltungsaufgaben gegenüber Mitgefangenen eingesetzt wurde. Funktionshäftlinge wurden von der Lager-SS vornehmlich in Konzentrations- und <a href="Arbeitslager" title="Arbeitslager">Arbeitslagern</a> eingesetzt. Solange sie ihre Aufgaben zur Zufriedenheit der Bewacher erledigten, blieben ihnen Übergriffe und körperliche Schwerstarbeit erspart, und sie erhielten überdies Vergünstigungen, die die Chancen eines Überlebens im KZ vergrößerten.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="System_der_Funktionshäftlinge"><span id="System_der_Funktionsh.C3.A4ftlinge"></span>System der Funktionshäftlinge</h2></div>
<p>Neben der Lagermannschaft innerhalb der <a href="Organisationsstruktur_der_SS" title="Organisationsstruktur der SS">Organisationsstruktur der SS</a> wurde mit den „Funktionshäftlingen“ eine zweite Lagerhierarchie geschaffen, die die große Zahl der <a href="KZ-H%C3%A4ftling" title="KZ-Häftling">KZ-Häftlinge</a> kontrollierbarer, beherrschbarer machte. Durch die so instrumentalisierte Häftlingsgruppe wurden SS-Personal und Kosten eingespart. Bis zu zehn Prozent der Häftlinge waren Funktionshäftlinge.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verglichen mit heutigen Haftanstalten konnte das NS-Regime die Anzahl des SS-Personals, das unmittelbar Kontakt mit den Häftlingen hatte, sehr niedrig halten. Ohne die Funktionshäftlinge hätte die SS-Lagerleitung nicht den reibungslosen Ablauf des Lageralltags sichern können.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zum anderen delegierte die SS einen geringen Teil ihrer Macht an die Funktionshäftlinge. Sie ließ sie als verhasste Handlanger erscheinen. Dadurch wurden die Häftlingsgruppen gegeneinander aufgehetzt und zusätzlich gespalten.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unter den verschiedenen Nationalitäten wie auch zwischen den vielen Häftlingsgruppen entstanden Spannungen. Nachgerade ein <a href="Topos_(Geisteswissenschaft)" title="Topos (Geisteswissenschaft)">Topos</a> ist die Brutalität der „kriminellen <a href="Kapo_(KZ)" title="Kapo (KZ)">Kapos</a>“, der Funktionäre aus dem Kreis der „<a href="Berufsverbrecher" title="Berufsverbrecher">Berufsverbrecher</a>“, die wegen ihrer <a href="Kennzeichnung_der_H%C3%A4ftlinge_in_den_Konzentrationslagern" title="Kennzeichnung der Häftlinge in den Konzentrationslagern">Kennzeichnung</a> aus der Gruppe verurteilter Strafgefangener auch „Grüne“ genannt wurden.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Manche der Funktionshäftlinge standen den Schergen der SS in Brutalität nicht nach, andere versuchten Mitgefangene zu schützen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als „zentrales Herrschaftsinstrument“<sup id="cite_ref-Orth_110_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Orth_110-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in den Konzentrationslagern entstand so die „Häftlings-Selbstverwaltung“, wie der zeitgenössische <a href="Euphemismus" title="Euphemismus">euphemistische</a> <a href="Sprache_des_Nationalsozialismus" title="Sprache des Nationalsozialismus">SS-Begriff</a> lautete.
</p><p>Es kam zu einer <a href="Perpetuierung" title="Perpetuierung">Perpetuierung</a> der Täter-Opfer-Kette (aus Opfern wurden Täter, aus Tätern wurden Opfer) innerhalb dieser hervorgehobenen Häftlingsgruppe. Die ständige Überwachung und permanente <a href="KZ-Lagerordnung" title="KZ-Lagerordnung">Strafandrohung</a> ließ sowohl allgegenwärtiges Misstrauen als auch <i>Egoismus als Überlebensstrategie</i> aufkommen. Auch die ständige Leugnung der <a href="Menschenw%C3%BCrde" title="Menschenwürde">Menschenwürde</a> beeinträchtigte das Zusammenleben der Häftlinge.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hierarchie_und_einzelne_Funktionen">Hierarchie und einzelne Funktionen</h2></div>
<p>Im Lager selbst waren wichtige Funktionsträger <i>Lagerälteste</i>, <i>Blockälteste</i> und <i>Stubenälteste</i>. Die höchste Position, die ein Häftling erreichen konnte, war die des <i>Lagerältesten</i>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Der <b>Lagerälteste</b> war unmittelbar dem Schutzhaftlagerführer (Lagerkommandantur) unterstellt, musste dessen Befehle umsetzen, die er an die Blockältesten zu delegieren hatte. Er musste für den reibungslosen Ablauf des Lageralltags sorgen und übergeordnete Vorschriften einhalten. Bei der Besetzung von Funktionsstellen hatte der Lagerälteste de facto ein Vorschlagsrecht. Mit den für sein Überleben wichtigen Privilegien wie der Sonderverpflegung oder einem eigenen Raum und Zivilkleidung war er ständig vom Wohlwollen der SS abhängig.</li>
<li>Der <b>Blockälteste</b> (weibliche Blockälteste auch in der polnischen Form als <i>Blokowa</i> bezeichnet) war für „seinen <a href="KZ-Baracke" title="KZ-Baracke">Block</a>“ verantwortlich und hatte die Aufgabe, die vom Lagerältesten gestellten Anforderungen an die Stubenältesten weiterzugeben.</li>
<li>Der <b>Stubenälteste</b> war für die Hygiene und Ordnung in den jeweiligen Stuben (Schlafräumen) eines Barackenblocks zuständig, zum Beispiel für die <a href="Eine_Laus_%E2%80%93_Dein_Tod" title="Eine Laus – Dein Tod">Lauskontrolle</a>.</li></ul>
<p>Weitere Funktionshäftlinge arbeiteten in der Verwaltung des Lagers, in der Schreibstube und Arbeitsstatistik, als <a href="Kantine_(KZ_Dachau)" title="Kantine (KZ Dachau)">Kantinenmann</a>, in den Versorgungseinrichtungen wie Küche, Wäscherei und Magazinen oder im <i>Krankenrevier</i> als Pfleger und Häftlingsärzte. In den letzten Kriegsjahren wurden Häftlinge im „Lagerschutz“ als Lagerpolizei eingesetzt.
</p>

<p>Bei Arbeitseinsätzen außerhalb des Lagers wurden Funktionshäftlinge als <i>Vorarbeiter</i>, <i><a href="Kapo_(KZ)" title="Kapo (KZ)">Kapos</a></i> oder <i>Oberkapos</i> eingesetzt. Wenn diese die erschöpften Häftlinge brutal antrieben, wurden Opfer zu Tätern. Teilweise missbrauchten sie ihre Macht zu sadistischen Übergriffen und verübten Verbrechen, bei denen Mithäftlinge zu Tode kamen.
</p>
<ul><li><b>Oberkapo:</b> Anführer einer Kapogruppe. In der Regel mit Befehlsgewalt im Arbeitseinsatz gegenüber den Kapos, die aber von der SS vorgegeben waren und von ihm umzusetzen waren.</li>
<li><b>Kapo:</b> Eine Art Hilfstruppe, die Befehle vom Oberkapo bekam. Wachmannschaft im Arbeitseinsatz und beim Transport zum und vom Einsatzort dafür verantwortlich, dass die KZ-Häftlinge zu den Arbeitsstätten gebracht wurden.</li></ul>
<p>Oft konnten Funktionshäftlinge Mithäftlinge in günstigere Wohnblocks einweisen, ihnen zu einer leichteren Arbeit verhelfen, sie ausnahmsweise von Transportlisten streichen oder gar ihre Identität verschleiern, um sie vor Nachstellungen zu schützen. Oftmals beschränkten sie solche Hilfeleistungen allerdings auf die Zugehörigen der „eigenen“ Häftlingsgruppe: als Pole, als Franzose etc. Die Funktionshäftlinge standen in ihrer Zwischenstellung auf einer schwierigen Position in der Hierarchie zwischen der SS und den Haftinsassen. Dies war beabsichtigt, wie aus einer Rede Himmlers hervorgeht:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„In dem Moment, wo er Kapo ist, schläft er nicht mehr bei denen. Er ist verantwortlich, dass die Arbeitsleistung erreicht wird, dass sie sauber sind, dass die Betten gut gebaut sind. […] Er muss also seine Männer antreiben. In dem Moment, wo wir mit ihm unzufrieden sind, ist der nicht mehr Kapo, schläft er wieder bei seinen Männern. Dass er dann von denen in der ersten Nacht totgeschlagen wird, das weiß er.“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Ein eifriger Funktionshäftling konnte als SS-Günstling eine „Lagerkarriere“ machen und vom Kapo zum Oberkapo und schließlich zum Lagerältesten aufsteigen. Er konnte aber auch wegen (vermeintlicher) Befehlsmissachtung „ins Gas geschickt“ werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutungen">Deutungen</h2></div>
<p>Der Journalist <a href="J%C3%B3zsef_Debreczeni" title="József Debreczeni">József Debreczeni</a> beschrieb bereits 1950, in seinem bis in die 2020er Jahre wenig beachtetem autobiografischen Bericht (dt. Fassung <i>Kaltes Krematorium</i> erschien 2024), die „Lageraristokratie“ und „komplizierte Hierarchie der Parias“ mit soziologischer Präzision.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Historikerin <a href="Karin_Orth" title="Karin Orth">Karin Orth</a> urteilte: „Wohl kaum eine Maßnahme der SS war <a href="Perfidie" title="Perfidie">perfider</a> als ihr Versuch, die Ausführung von Terror und Gewalt an die Opfer zu delegieren.“<sup id="cite_ref-Orth_110_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-Orth_110-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Quellenkritische Betrachtungen berücksichtigen, dass die meisten Häftlingsberichte von politischen Häftlingen stammen und die Wahrnehmung und Erlebnisse der Mehrheit nur unzureichend widerspiegelten. Eine große Rolle nimmt in den Erinnerungen der deutschen politischen Gefangenen der erbitterte Kampf um einflussreiche Funktionsstellen ein, die von „Berufsverbrechern“ besetzt waren. Dabei wird als Hauptfeind vielfach nicht die SS, sondern der „grüne“ Kapo herausgestellt.<sup id="cite_ref-orth131_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-orth131-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die verbreitete Annahme, dass die SS gezielt und vorrangig „Berufsverbrecher“ in Funktionsstellen eingesetzt habe, lässt sich durch die bisher abgeschlossenen lokalen Untersuchungen nicht verifizieren.<sup id="cite_ref-orth131_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-orth131-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Den „BV-Funktionshäftlingen“ wird überwiegend eine negative Rolle zugeschrieben; doch lassen genauere Untersuchungen eine solche Verallgemeinerung als ungerechtfertigt erscheinen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine andere Untersuchung zeigt, dass der Häftlingseinsatz im <a href="KZ_Buchenwald" title="KZ Buchenwald">KZ Buchenwald</a> von den politischen Gefangenen in Funktionsstellen gesteuert wurde. Dabei bedeutete die Rückstellung eines Häftlings, der einem Transport in ein todbringendes Arbeitslager wie <a href="KZ_Mittelbau-Dora" title="KZ Mittelbau-Dora">KZ Mittelbau-Dora</a> zugeteilt war, dessen Rettung. Zugleich aber bleibt dieser „Opfertausch“ moralisch angreifbar, weil der Gerettete stets ein Mitglied der eigenen Gruppe war.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der KZ-Überlebende <a href="Eugen_Kogon" title="Eugen Kogon">Eugen Kogon</a> berichtete:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Das Lagersystem verdankte seine Stabilität nicht zuletzt einer Hilfstruppe von Kapos, die den Alltagsbetrieb aufrecht erhielten und das SS-Personal entlasteten. Dadurch wurde absolute Macht allgegenwärtig. Ohne die Delegation der Macht hätte sich das System der Disziplin und Überwachung umgehend aufgelöst. Dabei war die Rivalität um die Aufsichts-, Verwaltungs- und Versorgungsposten für die SS nur eine willkommene Gelegenheit, um die Fraktion der Häftlinge gegeneinander auszuspielen und sie in Abhängigkeit zu halten. Der normale Gefangene war jedoch einer doppelten Obrigkeit ausgeliefert, der SS, die häufig kaum mehr im Lager erschien, und den Funktionshäftlingen, die immerzu da waren.“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p><i>Abgrenzung:</i>
Ausgesuchte <a href="Reichsdeutsche" title="Reichsdeutsche">reichsdeutsche</a> „kriminelle“ KZ-Häftlinge wurden ab Oktober 1944 in die <a href="SS-Sondereinheit_Dirlewanger" title="SS-Sondereinheit Dirlewanger">SS-Sonderformation Dirlewanger</a> überstellt.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Teil der Truppe werden sie nicht mehr unter dem Begriff <i>Funktionshäftling</i> gefasst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Gideon_Greif" title="Gideon Greif">Gideon Greiff</a>: <i>Wir weinten tränenlos …</i> Augenzeugenberichte des jüdischen ‘Sonderkommandos’ in Auschwitz. Köln 1995; Neuauflage Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13914-7; Jerusalem 1999 (hebräisch); Warsaw 2002 (polnisch); New Haven 2003 (englisch).</li>
<li><a href="Guido_Knopp" title="Guido Knopp">Guido Knopp</a>: <i>Die SS. Eine Warnung der Geschichte.</i> Bertelsmann, München 2002, ISBN 3-570-00621-2.</li>
<li><a href="Eugen_Kogon" title="Eugen Kogon">Eugen Kogon</a>: <i><a href="Der_SS-Staat" class="mw-redirect" title="Der SS-Staat">Der SS-Staat</a>. Das System der deutschen Konzentrationslager.</i> Alber, München 1946 (zahlreiche Neuauflagen, u.&nbsp;a.: Heyne, München 1995, ISBN 3-453-02978-X).</li>
<li>Astrid Ley, Kollaboration mit der SS zum Wohle von Patienten? Das Dilemma der Häftlingsärzte in Konzentrationslagern, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 61 (2013), S.&nbsp;123–139</li>
<li>Revital Ludewig-Kedmi: <i>Opfer und Täter zugleich? Moraldilemmata jüdischer Funktionshäftlinge in der Shoah</i> (= <i>Reihe Psyche und Gesellschaft.</i>). Psychosozial-Verlag, Gießen 2001, ISBN 3-89806-104-3 (Zugleich: Berlin, Techn. Univ., Diss., 2000: <i>Moraldilemmata jüdischer Funktionshäftlinge.</i>), (Rezension von Yizhak Ahren: <i><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071028061032/http://www.juedische-allgemeine.de/leobaeck/sachbuchallgemein/buch-03917.html">Überlebt weil schuldig – schuldig weil überlebt.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 28. Oktober 2007 im </i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a><i>)</i> <a href="J%C3%BCdische_Allgemeine" title="Jüdische Allgemeine">Jüdische Allgemeine</a>, 2003).</li>
<li><a href="Lutz_Niethammer" title="Lutz Niethammer">Lutz Niethammer</a> (Hrsg.): <i>Der ‚gesäuberte‘ Antifaschismus. Die SED und die roten Kapos von Buchenwald</i>. Akademie Verlag, Berlin 1994.</li>
<li><a href="Karin_Orth" title="Karin Orth">Karin Orth</a>: <i>Gab es eine Lagergesellschaft? „Kriminelle“ und politische Häftlinge im Konzentrationslager.</i> In: <a href="Norbert_Frei" title="Norbert Frei">Norbert Frei</a>: <i>Ausbeutung, Vernichtung, Öffentlichkeit. Neue Studien zur nationalsozialistischen Lagerpolitik</i> (= <i>Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz.</i> Bd.&nbsp;4). Saur, München 2000, ISBN 3-598-24033-3, S.&nbsp;109–133.</li>
<li><a href="Marc_Schemmel" title="Marc Schemmel">Marc Schemmel</a>: <i>Funktionshäftlinge im KZ Neuengamme. Zwischen Kooperation und Widerstand.</i> VDM – Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-1718-1.</li>
<li>Jens-Christian Wagner: <i>Noch einmal: Arbeit und Vernichtung. Häftlingseinsatz im KL Mittelbau-Dora 1943–1945.</i> In: Norbert Frei: <i>Ausbeutung, Vernichtung, Öffentlichkeit. Neue Studien zur nationalsozialistischen Lagerpolitik</i> (= <i>Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz.</i> Bd.&nbsp;4). Saur, München 2000, ISBN 3-598-24033-3, S.&nbsp;11–41.</li>
<li><a href="Stanislav_Z%C3%A1me%C4%8Dn%C3%ADk" title="Stanislav Zámečník">Stanislav Zámečník</a>: <i>Das war Dachau.</i> Stiftung Comité International de Dachau, Luxemburg 2002, ISBN 2-87996-948-4.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Sebastian Dregger: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.aventinus-online.de/neuzeit/krise-der-klassischen-moderne-1918-1945/art/Die_Rolle_der_F/html/ca/819409dd06302568ca0abfc8f0dab72a/indexee27.html?tx_mediadb_pi1%5BmaxItems%5D=10">Die Rolle der Funktionshäftlinge im Vernichtungslager Auschwitz – und das Beispiel Otto Küsels</a></i>, www.aventinus-online.de</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2463&amp;language=german">Abschnitt aus dem Bericht der Auschwitzflüchtlinge Alfred Wetzler und Rudolf Vrba über F.</a>, Ende April 1944, germanhistorydocs.ghi-dc.org</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Marc Schemmel: <i>Funktionshäftlinge im KZ Neuengamme.</i> 2007, S.&nbsp;4.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Unterkapitel <i>„Funktionshäftlinge“.</i> In: Stanislav Zámečník: <i>Das war Dachau.</i> 2002, S.&nbsp;151–159.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Jens-Christian_Wagner" title="Jens-Christian Wagner">Jens-Christian Wagner</a>: <i>Noch einmal: Arbeit und Vernichtung. Häftlingseinsatz im KL Mittelbau-Dora 1943–1945.</i> 2000, S.&nbsp;27.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Karin Orth: <i>Gab es eine Lagergesellschaft?</i> 2000, S.&nbsp;111.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Guido Knopp: <i>Die SS. Eine Warnung der Geschichte.</i> 2002, S.&nbsp;209.</span>
</li>
<li id="cite_note-Orth_110-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Orth_110_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Orth_110_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Karin Orth: <i>Gab es eine Lagergesellschaft?</i> 2000, S.&nbsp;110.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Stanislav Zámečník: <i>Das war Dachau.</i> 2002, S.&nbsp;154.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Himmlers Rede vom 21. Juni 1944, zitiert nach: Karin Orth: <i>Gab es eine Lagergesellschaft?</i> 2000, S.&nbsp;110, Anm.&nbsp;7.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Cammann: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/2024/49/kaltes-krematorium-jozsef-debreczeni-auschwitz-nationalsozialismus"><i>Der entscheidende Augenblick verflog unerkannt zwischen den anderen.</i></a> Zeit, 25. November 2024, aufgerufen am 3. Januar 2025.</span>
</li>
<li id="cite_note-orth131-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-orth131_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-orth131_10-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Karin Orth: <i>Gab es eine Lagergesellschaft?</i> 2000, S.&nbsp;131.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Marc Schemmel: <i>Funktionshäftlinge im KZ Neuengamme.</i> 2007, S.&nbsp;54, 96&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Jens-Christian Wagner: <i>Noch einmal: Arbeit und Vernichtung. Häftlingseinsatz im KL Mittelbau-Dora 1943–1945.</i> 2000, S.&nbsp;26.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Aus: Guido Knopp: <i>Die SS. Eine Warnung der Geschichte.</i> 2002, S.&nbsp;210.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Karin Orth: <i>Gab es eine Lagergesellschaft?</i> 2000, S.&nbsp;127.</span>
</li>
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